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Donnerstag, 09.04.2026
Zeitreise durch westfälische Dörfer
LWL-Filmreihe „Dörfer in Westfalen. Gestern und heute.“ feiert Premiere in Nottuln
Von Krämerläden und Pferdefuhrwerken bis zu Autobahnen und modernen Dorfstrukturen: Die neue Dokumentarfilmreihe „Dörfer in Westfalen. Gestern und heute.“ erzählt vom Wandel des Lebens auf dem Land.
Premiere ist am 9. April in Nottuln. Der Heimatverein Nottuln lädt zu dem Filmabend im Pfarrheim der St. Martin-Gemeinde um 19:30 Uhr ein.
Der Eintritt ist wie immer frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die vom LWL-Medienzentrum für Westfalen produzierte Reihe zeigt, wie sehr sich das Leben in westfälischen Dörfern seit der Nachkriegszeit verändert hat – und was bis heute geblieben ist.
Dörfer waren über Jahrhunderte hinweg die prägende Siedlungsform in Westfalen-Lippe. Auch heute leben noch rund 3,2 Millionen Menschen, etwa 38 Prozent der westfälischen Bevölkerung, in dörflichen Strukturen. Doch das Leben auf dem Land hat sich seit den 1950-Jahren grundlegend gewandelt. Genau hier setzt die dreiteilige Dokumentarfilmreihe von Harald Sontowkski an.
Mithilfe historischer Aufnahmen aus dem Filmarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen begibt sich die Reihe auf eine Zeitreise in diese Jahrzehnte. Sie verbindet dazu umfangreiches Archivmaterial aus der Nachkriegszeit mit aktuellen Interviews von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Fachleuten und zeichnet so ein vielschichtiges Bild der Veränderungen des ländlichen Lebens.
Die drei jeweils rund 20-minütigen Folgen der Filmreihe beleuchten verschiedene Facetten des Wandels im Dorfleben:
Am Beispiel von Ergste zeigt die Reihe, wie sich der Einzelhandel und die Landwirtschaft seit der Nachkriegszeit verändert haben. Während kleine Krämerläden früher zentrale Treffpunkte im Dorf waren, an denen sich Einkauf und Austausch verbanden, prägen heute andere Versorgungsstrukturen und Begegnungsorte das dörfliche Leben.
Die zweite Episode führt nach Nottuln und wirft einen Blick auf lokales Unternehmertum sowie die Bedeutung von Vereinen und traditionellen Festen. Am Beispiel des Martinimarktes wird deutlich, welche Rolle solche Veranstaltungen für Begegnung, Austausch und das Gemeinschaftsgefühl im Dorf spielen – damals wie heute.